Gesellschaft der StaatstheaterFreunde
in Braunschweig e. V.

 

THEATERKREISE
Regelmäßig einmal im Monat, am 2. Dienstag, treffen sich theaterinteressierte Menschen in Theaterkreisen. Bei diesem zwanglosen Zusammensein in der Hausbar im Großen Haus des Staatstheaters werden Mitglieder des Theaters und der Ensembles ‚zum Anfassen’ vorgestellt.
Die Veranstaltungen sind auch für Nicht-Mitglieder offen und eintrittsfrei.




NÄCHSTE THEATERKREISE

Dienstag, 11. Juni, 19:00 Uhr, Hausbar im Großen Haus,

zu Gast sind Mitglieder des Musiktheaters
 zum Thema: Burgplatz Open Air "Il trovatore"

Eintritt frei! Nicht-Mitglieder willkommen!


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Rückblicke auf die bisherigen Theaterkreise / Probenbesuche in der Spielzeit 2023/24

Mai 2024: Der Theaterkreis im Mai konnte bei sonnigem Wetter im 5kW stattfinden. Die beiden Moderatoren Tobis Henkel und Thies Vogel (1. und 2. Vorsitzender) durften die Generalintendantin Dagmar Schlingmann begrüßen, die ganz druckfrisch das neue Spielzeitheft mitbrachte und die neue Spielzeit vorstellte. Die offizielle Pressekonferenz des Staatstheaters für die Spielzeit 2024/25 fand am selben Tag vormittags statt.

Die Spielzeit 2024/25 wird unter dem Titel „Die Hölle ist leer, alle Teufel sind hier“ gestaltet und bezieht sich auf die Gegenwart, die geprägt ist durch die aktuellen aufrührenden Ereignisse in der Welt. Eine Spielzeit soll nach Dagmar Schlingmann viele Facetten abdecken, wie aktuelle Entwicklungen, klassische und zeitgenössische Stücke, emotional aufrütteln und unterhalten. Eine Herausforderung für die Spartenleitungen und Intendanz. Das Zitat „Die Hölle ist leer, alle Teufel sind hier“ stammt aus dem Shakespeare Stück „Der Sturm“, das am Ende Spielzeit zu sehen sein wird. Die Inszenierung wird Dagmar Schlingmann durchführen. Es wird die letzte Inszenierung der im Jahr 2025 scheidenden Intendantin sein. Der 1. Vorsitzende Tobias Henkel wies schon einmal auf einen neuen „Cliffhanger“ hin: Die Staatstheaterfreunde werden die vielen schönen Theaterstunden von Dagmar Schlingmann in Braunschweig besonders würdigen.

Freuen wir uns auf die kommende Spielzeit mit unter anderem „Der zerbrochene Krug“ (Schauspiel), „Don Quijote“ (Tanz), „Im weißen Rössl“ und „Don Giovanni“ (Musiktheater), „Der Zauberer von OZ“ (Junges), Sinfoniekonzerte des Staatsorchesters, Wiederaufnahmen (u.a. Carmina Burana) uvm. Das gesamte Programmheft: hier.



v.l. Tobias Henkel (1. Vorsitzender), Dagmar Schlingmann (Generalintendantin), Thies Vogel (2. Vorsitzender)
(Foto: Herrmann)






April 2024:
Im April gab es beim Theaterkreis interessante Einblicke in das spartenübergreifende Projekt von Tanz und Musiktheater zu Béla Bartóks Einakter „Herzog Blaubarts Burg“. Schon im Prolog wird deutlich:“ Wo ist die Bühne: innen oder außen?“. Im Innern Blaubarts, im Innern der Burg? Ira Goldbecher (Dramaturgin Tanz) beschrieb anschaulich die Besonderheiten der Bühne und Kostüme nebst den Herausforderungen des Tanzes an das Stück. Die Entstehung der Oper, im Übrigen der einzigen Oper von Bartóks, mit der zeitlichen und musikalischen Einordnung stellte Björn Seela (Dramaturg Musik) dar. Schließlich beschrieb Sarah Grahneis (Dramaturgin und designierte Operndirektorin) weitere Besonderheiten zur Gestalt des Herzog Blaubart. Der 1. Kapellmeister Mino Marani, der von der Probe im Großen Haus kam und anschließend wieder zur Probe zurück musste, gab mit Flügelklängen anschauliche Musikauszüge aus der Oper. Danke schön für den Einsatz aller Gäste sowie dem besonderen Abstecher während der Probenarbeit am selben Tag. Die Fragen der interessierten Theaterfreunde wurden ausgiebig von den Gästen beantwortet. Ein unterhaltsamer und informativer Theaterabend macht Vorfreude auf die Premiere der Oper „Körperfestung / Herzog Blaubarts Burg“ im Großen Haus.



v.l. Ira Goldbecher, Sarah Grahneis, Silke Herrmann (Moderation), Mino Marani, Björn Seela (Foto: Höppner)

Weitere Fotos zum Theaterkreis: hier
Einblick Besuch Bühnenorchesterprobe: hier




März 2024: Thema war das neue Format des Staatsorchesters, die Klimakonzerte. Die Orchestermitglieder Jan Bauer und Cornelia Rumpp erzählten von den bis jetzt 40 Orchestern in Deutschland, die besondere Konzerte gestalten, um an den Klimawandel in einem positiven Ambiente zu erinnern. Dabei wird für ein Projekt in Madagaskar Geld gesammelt. Bestimmte Bäume, deren Holz für z.B. die Bögen der Streicher wichtig ist, werden nachgepflanzt, und dazu auch weitere Baum-Setzlinge, die die Abholzung der Insel vermindern sollen und den Menschen Arbeit geben.
Siehe auch: www.orchester-des-wandels.de

 
Die Organisation aller Konzerte hat seit Anfang der Spielzeit Verena Rast übernommen. Sie ist als Orchestermanagerin die Vertretung von Julia Schoch (Elternzeit) und war schon früher am Braunschweiger Staatstheater und in den letzten Jahren als Orchesterdirektorin am Hessischen Staatstheater Wiesbaden tätig. Sie berichtete von ihren Aufgaben, speziell die Einrichtung des Spielplans für das Orchester.

Am Beginn des Abends erfreuten uns vier Musiker mit dem Jagdquartett von W. A. Mozart: Dobromiła Hańćka und Kristina Hügel (Violine), Santiago E. Osorio (Viola), Jan Bauer (Cello). Am Ende spielte ein Cello-Quartett das Nocturne aus dem Sommernachtstraum von F. Mendelssohn-Bartholdy und als Rausschmeißer den Schlager „Bel Ami“. Mit: Natalia Costiuc, Roxana Blaga, Christoph Bußmann und Jan Bauer.


 
v.l. Dobromiła Hańćka, Verena Rast, Cornelia Rumpp, Christoph Bußmann, Roxana Blaga, Natalia Costiuc, Jan Bauer, Santiago E. Osorio, Kristina Hügel, Thies Vogel (Moderation) (Foto: Höppner)

Weitere Fotos: hier



Februar 2024:
Zur Jahreshauptversammlung im Kleinen Haus des Staatstheaters kamen 62 Mitglieder, die dem Bericht des seit einem Jahr neu amtierenden Vorstands mit Interesse zuhörten. Der 1. Vorsitzende Tobias Henkel stellte einige Neuerungen vor, u.a. die Verlegung der Theaterkreise vom Lindenhof in die Hausbar des Staatstheaters, damit alle Besucherinnen und Besucher barrierefrei dabei sein können. Die Entlastung des Vorstands erfolgte einstimmig. Zwei neue Rechnungsprüfer wurden turnusgemäß gewählt. Begleitet wurde der Abend vom Musiktheater: Isabel Stüber Malagamba (Mezzosopran) sang drei Lieder aus dem Zyklus "Kindertotenlieder" von Gustav Mahler; am Flügel Christopher Važan  (Solorepetitor).


 
v. l. Theodore Ottinger, Dr. Thies Vogel (2. Vors.), Dr. Jörg Höppner (Schatzm.), Tobias Henkel (1. Vors.), Silke Herrmann, Axel Goerlt, Detlef Engster


 
v. l. Christopher Važan, Isabel Stüber Malagamba (Fotos: Kirchner)



Januar 2024:
Dagmar Schlingmann
(Generalintendantin) und Sarah Grahneis (Dramaturgin) stellten die Oper "Koma" von Georg Friedrich Haas vor.
Musikalische Beiträge und  Hinweise zum Verständnis der Musik gaben die Sopranistin Veronika Schäfer, der Bassist Rainer Mesecke und am Klavier der Korrepetitor Ante Sladoljew. Dagmar Schlingmann als Regisseurin der Oper beschrieb anschaulich die Bedingungen, die der Komponist für die Aufführung vorgesehen hat, z.B. minutenlange völlige Dunkelheit für die Mitwirkenden auf der Bühne, das Orchester und die Zuschauer:innen. Auch die teilweise Abkehr von den "wohltemperierten" Intervallen, wie sie Bach uns überliefert hat, wurde durch die Gäste hörbar gemacht. Der Moderator Tobias Henkel und auch die interessierten Mitglieder hatten viele Fragen zu diesem Stück neuer Musik.


 
v. l. Sarah Grahneis, Dagmar Schlingmann, Rainer Mesecke, Veronika Schäfer, Tobias Henkel,
Ante Sladoljew (Foto: Höppner)




Dezember 2023:
Diesmal trafen sich die StaatstheaterFreunde im Aquarium (Kleines Haus). Das Thema des Abends war die im April 2024 geplante Premiere der "Dreigroschenoper" von Bertholt Brecht und Kurt Weill. Schauspieldirektorin Ursula Thinnes, hier als Dramaturgin des Stücks gefragt, gab einen Einblick über die Entstehung der Oper und über das schwierige Leben des Autors Brecht. Der mitwirkende Schauspieler Roman Konieczny las zwei weihnachtliche Texte von Brecht und trug zur Freude aller Anwesenden das bekannte Lied  "Und der Haifisch, der hat Zähne" vor.


 
v. l. Theodore Ottinger (Moderation), Roman Konieczny, Ursula Thinnes (Fotos: Kirchner)



November 2023:
Der Abend stand ganz im Zeichen der spartenübergreifenden Neuinszenierung von Carl Orffs "Carmina Burana". Tanzdirektor Gregor Zöllig berichtete ausführlich und eindrucksvoll von den Emotionen und Ritualen, die er als Regisseur und Choreograph über den Tanz dem Publikum vermitteln will. Zwei Tänzerinnen, Noriko Nishidate und Miriam Kaya, dazu zwei Tänzer, Rasul S. Gautam und Lucas R. Machado, erzählten von ihren Eindrücken bei der Erarbeitung dieser Produktion. Moderiert wurde der Abend von Dr. Thies Vogel.


 
v. l. Lucas R. Machado, Noriko Nishidate, Dr. Thies Vogel, Miriam Kaya, Gregor Zöllig, Rasul, S. Gautam (Foto: Höppner)



Oktober 2023:
Der sehr gut besuchte Theaterkreis im Monat Oktober widmete sich dem Schauspiel. Die Schauspieldirektorin und Dramaturgin Ursula Thinnes gab zusammen mit Ana Yoffe und Luca Füchtenkordt aus dem Schauspielensemble spannende Einblicke in die aktuell im Kleinen Haus zu sehende Inszenierung „Garland“. Das Bühnen-„Roadmovie“ zeichnet sich durch filmische Einspieler, rasante Szenenwechsel und erfrischende Mehrdeutungen rund um Judy Garland aus. Die Außenaufnahmen für den Hollywood-Flair wurden in der Region Helmstedt gedreht. Das Roadmovie spielt in Amerika / Mittelsachsen und lässt die Besuchenden zusammen mit vielen Facetten zu Garland (Zauberer von Oz und Judy Garland selbst) einen unterhaltsamen Theaterabend erleben und bereitete mit der Moderation von Silke Herrmann den Theaterfreunden einen kurzweiligen Theaterkreis.

 
 
v. l. Silke Herrmann, Ana Yoffe, Luca Füchtenkordt, Ursula Thinnes (Foto: privat)



September 2023:
Der erste Theaterkreis am neuen Ort und zu einer neuen Zeit: Die Hausbar im Großen Haus des Staatstheaters ist über den Fahrstuhl für alle gut zu erreichen, die Anfangszeit ist um eine halbe Stunde vorverlegt auf 19:00 Uhr.
Der Vorsitzende Tobias Henkel begrüßte als Gast den Leiter der Dekorationswerkstätten Patrick Pohl. Er erzählte an Hand von großflächigen Fotos und Texten von der Umsetzung des  gezeichneten oder nur anskizzierten Entwurfs eines Bühnenbildes zur Materialisierung auf der Bühne. In den Werkstätten werden die künstlerischen Ideen in bühnentaugliche Kulissen umgewandelt. Hierfür sind viele Gespräche nötig zwischen dem Bühnenbildner, der Bühnenbildnerin einer Inszenierung und den Theater-Maler:innen und Plastiker:innen, den Tischler:innen und Schlosser:innen.

  (Foto: Höppner)


Informationen zu früheren Theaterkreisen (abgeschlossene Spielzeiten) finden Sie im
Archiv – teilweise auch mit weiteren Bildern.